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ineinander. Ich ſah meinen Bruder an, und mein Herz ſchmolz. Ich warf mich in ſeine Arme und weinte.
„So iſt's recht,“ ſagte Montreuil, und betrachtele uns mit einer Art grimmiger Zufriedenheit; vann nahm er meinen Bruder am Arme, ſegnete uns Beide und führte Aubrey hinweg.
Mit dieſem Tage begann ein neuer Abſchnitt in meinem Knabenleben. Ich wurde von jetzt an beſſer und ſchlimmer. Nachdem die Lernbegierde und ich nur einmal die Hände geſchüttelt, wurden wir vertraute Freunde. Bisher hatte ich mir etwas varauf zu Gute gethan, daß ich die Schwäche eines zarten Gliederbaues durch eine ungewöhnliche Fertigkeit in allen Leibesübun⸗ gen aufwog. Jetzt bemühte ich mich vielmehr, meinen geiſtigen Mängeln nachzuhelfen und wurde ordnungs⸗ liebend, ſleißig, ein Freund der Studien. So weit war Alles gut— als ich aber klüger wurde, wurde ich auch vorfichtiger. Aufrichtigkeit ſchien mir jetzt nicht mehr die erſte Tugend. Ich dachte, ehe ich ſprach, und nach⸗ kommende Gedanken änderten oft gänzlich das Weſen von dem ab, was ich ſagen wollte; kurz, meine Herren aus dem nächſten Jahrhundert, um Ihnen genau bie Wahrheit zu ſagen, der kleine Graf Devereur bekam etwas von einem Heuchler an ſich.
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