Teil eines Werkes 
1. Bd. (1845)
Entstehung
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„Em! mein Junge— und zudem iſt das eine herr⸗ liche Zeit im Leben. Dein Bruder Gerald iſt um zwei Zolle größer als Du.“

„Aber ich kann ihn dafür prügeln, Oheim,“ ant⸗ wortete ich mit rothem Kopfe und geballter Fauſt.

Mein Oheim zerknitterte ſeine rechte Manchette. „Zum Teufel, Morton, biſt ein tapferer Kerl,“ ſagte er;„aber ich möchte, Du wäreſt weniger Held, und mehr Gelehrter. Ich möchte, Du könnteſt es ihm im Griechiſchen ebenſo zuvorthun wie im Boren. Ich will Dir erzählen, was der alte Karl ſagte,“ und mein Oheim verwandte die nächſte Viertelſtunde auf eine Ge⸗ ſchichte. Dieſe öffnete dem guten, alten Herrn das Herz— mein Lachen öffnete es noch mehr.„Hör' ein⸗ mal, Junge!“ ſagte er, plötzlich abbrechend, und faßte dabei liebreich mit feſtem Drucke meine Hand,„hör' einmal, Junge— ich liebe Dich— will verdammt ſein. Ich liebe Dich mehr, als Deine beiden Brüder und die⸗ ſen Murrkopf von einem Pfaffen obendrein; aber was ich von Dir hören muß, thut mir in der Seele wehe. Sie ſagen, Du ſeieſt der trägſte, verworfenſte Junge in der Schule— Du ſchlageſt Deinen Bruder Gerald immer und macheſt gemeine Späße über Deine Mutter, oder mich ſelbſt.“

„Wer ſagt das? wer wagt das zu ſagen?“ rief ich mit einem Nachvruck, der einen weniger unerſchrockenen Mann, als Sir William Devereux, entſetzt haben würde. „Sie lügen, Oheim, bei meiner Seele, ſie lügen. Faul bin ich— ausgelaſſen vielleicht— die Streitigkeiten mit meinem Bruder geſtehe ich ſelbſt zu; aber einen Scherz