Teil eines Werkes 
1. Bd. (1845)
Entstehung
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ich zehn Verza⸗ wandte. e grand nWerth mder zu eder das ſei lang⸗ ge, und meine tworten. ſere Fa⸗ en mich, ob in Syſtems Einmi⸗ ni, eben war da⸗ r gewiß, zwiſchen h! nach ter Auf⸗ n Geiſt, Züchti⸗ dadurch, Sprecht te Ver⸗ at eder ung mit

Als ich älter wurde, erkannte ich meine Macht und freute mich derſelben; und da ich wegen meiner Spöt⸗ tereien gezankt wurde, ſo ſchmeichelte ich mir mit dem Glauben, ich ſei witzig; ſo witzelte und ſcherzte, hechelte und ſatiriſirte ich, bis ich Anderen ebenſo zur Qual war wie mir ſelbſt. Das Geheimniß von all dem war, daß ich mich unglücklich fühlte. Niemand liebte mich — das fühlte ich in der Tiefe meines Herzens. Die Ungerechtigkeit ſah ich ein, und dieſes Bewußtſein machte mich böſe. Unſere Gefühle gleichen beſonders in der Ju⸗ gend dem Blatte, das nach einer alten Reiſebeſchrei⸗ bung ſich in der Wärme ausdehnt, im Froſte aber nicht nur zuſammenſchrumpft und ſich ſchließt, ſondern dem Beſchauer an ſeiner Rückſeite auch Dornen zeigt, welche zuvor verſteckt geweſen.

Mit meinem Bruder Gerald lebte ich in tödtlichem, unverſöhnlichem Streite. Er war viel ſtämmiger, größer und ſtärker als ich; und weit entfernt, mir mit der Ach⸗ tung zu begegnen, welche nach meiner Anſicht der Erſt⸗ geburt gebührte, ergriff er jede Gelegenheit, meine Anſprüche zu verlachen und die ſeinigen geltend zu machen, welche ſich auf größere Kraft und Rüſtigkeit gründeten. Wir ſchlugen uns dergeſtalt mit den Fäu⸗ ſten, daß es eine Freude geweſen ſein muß, zuzuſehen. Nichts unter den menſchlichen Leidenſchaften geht über einen tiefgefühlten Bruderhaß! Meine Mutter ſagte allen Ernſtes, daß ſie oft gefühlt, wie wir uns ſchon in ihrem Schvoß gebalgt haben; wenigſtens verloren wir gewiß keine Zeit, ſobald wir außen waren. Meine beiden Eltern ärgerten ſich im Stillen, daß ich eine