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endungen
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kannte ſich zu demſelben unvolksthümlichen Glauben⸗ unb wir wurden deßhalb gleichfalls in demſelben erzogen. Aher mein Oheim, deſſen Religion bei Hofe jämmerlich un⸗ tergraben worden, ſpottete gewaltig über die heiligen Ge⸗ heimniſſe des Katholieismus, und während ſeine Freunde ihn einen Proteſtanten nannten, gaben ſeine Feinde, fälſchlich genug, zu verſtehen, daß er ein Skeptiker ſei. Als uns Montreuil zuerſt in Devereux⸗Court beſuchen wollte, waren es der beißenden kleinen Scherze gar manche, mit denen ſich mein würdiger Oheim behufs ſeines Empfanges vorgeſehen, und er pflegte äußerſt ſchlau den Kopf zu ſchütteln, wenn er unſere ehrerbie⸗ tige Beſchreibung von dem erwarteten Gaſte hörte. Was nun aber auch der Grund geweſen ſein mag, ſobald er den Prieſter geſehen hatte, ließen ihn alle ſeine Spöt⸗ tereien, die er anbringen wollte, im Stiche. Nicht ein einziges Witzwort kam ihm zu Hülfe; das ruhige, ſanft⸗ müthige Geſicht des Geiſtlichen ſchien auf die boshaften Entſchlüſſe des luſtigen Ritters ganz ſo zu wirken, wie das menſchliche Auge die böſen Abſichten unedlerer Thiere bis zur Unmacht einſchüchtern ſoll. Dennoch gab es nichts Sanfteres als das Benehmen des Abbé Mont⸗ reuil— nichts Feineres, hinſichtlich ihrer Anmuth, als ſeine Sitten und ſein ganzes Weſen. Seine Kleidung war ſo wenig kirchlich, als möglich, ſein Geſpräch eher vertraulich, als formell, und unabläſſig hörte er auf jede Silbe des guten Ritters, mit einer Haltung und Miene, welche die ehrerbietigſte Achtung verriethen.
Worin lag dann der Zauber, vermöge deſſen dieſer ſonderbare Mann jederzeit einen Einfluß, dem ſich ſogar


