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Die unheilvolle Stunde kam, und durch die langen, düſtern Gänge des Gefängniſſes wurden vier Ver⸗ brecher zur Hinrichtung geführt. Der Erſtere war Craufords Mitſchuldiger, Bradley. Dieſer Mann betete inbrünſtig, und obgleich er ſehr bleich war und zitterte, ſo hatte doch ſeine Miene und ſein Anſehen etwas von der Ruhe der Ergebung.
Man ſagt, es ſei keine Freundſchaft unter den Böſen. Wir haben dieſen Grundſatz genau unterſucht und halten ihn gleich den meiſten Sprüchwörtern für falſch. In der Schlechtigkeit liegt Gefahr, und der gegenſeitige Schrecken iſt das ftärkſte Band. Auf jeden Fall können die Böſen zuweilen eine Anhänglichk⸗it in ihren Genoſſen erregen, die der Tugend ver⸗ weigert iſt. Aus Gewohnheit höflich, liebkoſend un vertraulich, hatte Crauford, ungeachtet ſeines eigenen Verdachts gegen Bradley, das Herz eines Mannes gerührt, den Schwäche und Mangel, nicht natürliche Anlage, zum Laſter getrieben, und erſt als Craufords Schuld durch andere Zeugen unläugbar bewieſen war, konnte Bradley dahin gebracht werden, ein Geſtändniß zu ſeinem Nachtheil zu machen.
Jetzt ſchlich er ſich leiſe zu ſeinem früheren Mit⸗ ſchuldigen hin, drückte ihm häufig die Hand und bit ihn, Muth zu faſſen und zu beten. Aber Craufords Auge war gläſern und trübe und ſeine Adern ſchienen mit Woſſer angefüllt zu ſein, ſo kalt und weiß war ſeine Wange. Die Furcht hatte bei ihm ihren Paro⸗ rismus überlebt und war jetzt zur Gefühlloſigkeit ge⸗ worden; erſt als man ihn aufforverte, zu beten, zeigi


