Teil eines Werkes 
2. Bd. (1845)
Entstehung
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ſrophe des nächſten Morgens— keine arbeitenben Leidenſchaften— kein Zeichen innerer Stürme, die ſich gleichſum aus den verborgenen Tiefen erheben, die Oberfläche aufregen oder Geheimniſſe der uner⸗ gründlichen Welt des Innern verrathen. Die ſtumme Lippe— die finſtere Stirn— das niedergeſchlagene Auge— eine düſtere Stille in jedem ſeiner Züge— dies iſt Alles, was wir an ihm ſehen.

Schläft vielleicht der Gedanke in der Erſtarrung eines bewußtloſen und dunklen Traumes, oder laſtet ein böſer Kobold auf uns, der vas Erwachen hindert, aber nich die Qualen betäubt? Flieht die Erinne⸗ rung zu den grünen Feldern, der glück ichen Heimath ſeiner Kindheit und zu den einſamen Studien ſeiner kühnen und ruheloſen Jugend, oder zu ſeiner früheſten Huldigung, die er dem Geiſte der Freiheit darge⸗ bracht, welcher hell und ſtill und rein auf das ein⸗ ſame Zimmer deſſen ſchien, der vom Himmel ſang (Milton), oder bei dem letzten und furchtbarſten Ge⸗ genſtande verweilend, Alles durch den ſtürmiſchen und krampfhaften Kanal der Verzweiflung rollt! Was auch immer in dem ſchweigenden und tiefen Herzen ſein mag— Stolz oder Muth, oder halsſtarrige Feſtig⸗ keit, die vom Grundſatze zur Erfahrung geworden, ſie bedecken Alles wie mit einem Leichentuch, und die angeſtrengten Nerven und die Ausdauer des menſch⸗ lichen Fleiſches ertragen das, worunter der unſterb⸗ liche Geiſt ſich beugt, in ſeiner dunklen Verborgenheit, aber einſt träumte, das Ertragen würde ihm Ruhm bringen.