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der ich war,“ unb in ſeiner plötzlichen Wuth griff er in ſein eigenes Fleiſch, ſo daß die Nägel tieſe Spuren darin zurückließen,„wäre ich nur einen Tag früher nach Frankreich ahgereist! Warum rettet ihr mich nicht— ihr, die ich bewirthet, die bei mir geſchwelgt, und denen ich Geld geborgt habe!— Ein Wort von euch hätte mich retten können— ich will nicht ſterben! Ich verdiene es nicht! ich bin unſchuldig! ich ſage Ihnen, nichtſchuldig, Mylord— nichtſchuldig! Haben Sie kein Herz, kein Gewiſſen?— Mord— Mord — Mord!“ Und der Elende ſank zu Boden und ver⸗ ſuchte mit ſeinen Händen die Steine des Fußbodens zu ergreifen, als wollte er ſich daran halten und einer eingebildeten Gewaltthätigkeit entgehen.
Wenden wir uns von ihm zu der Zelle, wo ein anderer Verbrecher auch den ſchrecklichen Anbruch ſeines letzten Morgens erwartet. Bleich, bewegungslos und ſtill— ſein Geſicht auf die Bruſt geneigt und ſeine Hände feſt über ſeine Knie gefaltet, ſaß Wolfe in ſeinem Kerker und bereitete ſeinen Geiſt auf die nahe bevorſtehende Erfüllung ſeines ſtürmiſchen Schickſals vor— ſeine bitterſte Strafe war ſchon vorüber; der geheimnißvolle Zufall, oder vielmehr die Macht, die über dem Zufall waltet, hatte ihm den ſtolzen Triumph der eigenen Billigung verſagt. Keine Sophiſterei konnte jetzt ſein Schickſal mit dem des Sidney vergleichen, oder ſeine That mit der Handlung des rächenden Brutus.
Mord— zweckloſer Mord, haftete auf immer auf ſeinem Namen, bis die Vergeſſenheit ihn einhüllte. Bei ſeinem Verhör ergab es ſich auch, daß er bei der


