Teil eines Werkes 
2. Bd. (1845)
Entstehung
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wogegen die unſrigen wie koſende Weſtwinde zu Stir⸗ men, welche Thürme umſtürzen— im Verhältnß ſtehen— auch können wir nicht ſagen, wie weit die Bitterkeit des Mangels und die Abweſenheit des hell⸗ ſamen Schlafes, die freche Beleidigung des Reichen und die nagende Erinnerung an beſſere Vermögens⸗ umſtände oder ſelbſt der Trotz, den der Hunger her⸗ vorbringt— auch können wir nicht ſagen, wie weit dieſe das Temperament verderben und eine Entſchul⸗ digung für die Verbrechen liefern, welche unſere ſih verwundernde Tugend— hochmüthig, weil ſie nicht in Verſuchung geführt wird— mit der tiefſten Ver⸗ werfung brandmarkt!

Die Wolke wich von Wolfe's Stirn und ſein Auge blickte finnend in die Leere. Er hörte Schritte herauf⸗ kommen— die Stimme einer fernen Glocke ertönt⸗ mit einer Deutlichkeit, welche den Sinnen nicht mr hörbar, ſondern auch fühlbar erſchien; und als bi⸗ Thüre ſich öffnete und ſein Mitſchulbiger eintrat, murmelte Wolfe:„Zu ſpät— zu ſpät!“ drückte die Note erſt in ſeiner Hand zuſammen und zerriß ſi dann in kleine Stücke, mit einer Heftigkeit, welche ſeinen Gefährten in Erſtaunen ſetzte, obgleich er den Werth derſelben nicht kannte.

„Kommen Sie,“ ſagte er, indem er heftig auf den Boden ſtampfte, als wollte er durch Leidenſchaft alle innere Nachgiebigkeit überwinden,„kommen Sie, mein Freund, kein Augenblick iſt zu verlieren; laſſen Sie uns eilen zu unſerer heiligen That!“

„Ich hoffe, wir werden unſere Mühe nicht ver⸗

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