Teil eines Werkes 
2. Bd. (1845)
Entstehung
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allen den vahingeſchiedenen Seelen, die Braun je in ſeinem Berufe übervortheilt hatte, geleitet und au⸗

geſtiftet worden, kaum hatte der unglückliche Mall

den letzten Satz ausgeſprochen, als ein zehnfach ſchwerer Regen in Strömen auf das ſchutzloſe Haupt des Wanderers niedergoß.

„Dies wird nicht gehen,“ ſagte Braun, inbem er Muth faßte und aus dem kleinen Strome wieder auf den feſten Boden ſprang,„dies wird nicht gehen— ich muß irgendwo Schutz ſuchen.— O weh wie der Regen an mir herunterläuft. Ich gleiche den berühmten Staubbach in Derbyſhire. Welch ein Ungeheuer von einem Regenſchirm! Ich will doch nie wieder einen von einer alten Dame kaufen, ich vill mich hängen laſſen, wenn ich es thue!“

Als der unglückliche Moritz dieſe Sätze nach ei⸗ ander in einem unterbrochenen Strome der Klaht ausſtieß, ſah er ſich überall nach einem ſchützeden Obdach um. Vergebens— bei dem unſicheren Uicht

konnte er nur Häuſer entdecken die keinen Siulen⸗

eingang hatten, und wo den Thüren ſelbſt die ge⸗ wöhnliche Vertiefung fehlie.

„Ich werde gewiß den ganzen Winter am Rhet⸗ matismus leiden,“ ſagte Braun, indem er ſo ſchrell als möglich weiter eilte. Als er aber verzweiflungioyll eine enge Gaſſe hinunterblickte, die ſeinen Weg duch⸗ kreuzte, bemerkte er ein Gerüſte vor einem Hauſe, woran man eine Reparatur vorgenommen. Dies wat für ihn ein Hoffnungsſtrahl; er verdoppelte ſein⸗ Schritte, trat in den willkommenen Hafen und ſih

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