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heit. Aber erinnere Dich, Clareuce(und laß mein Leben, nutzlos an ſich, wenigſtens dieſe Moral ent⸗ halten), daß für den, der auf keine Weiſe ſein Talent zum Wohl Anderer anwendet, der zufrieden iſt, ein guter Einfiedler zu ſein, anſtatt ein guter Bürger, der aus ſeiner Einſamkeit auf ein Leben hinblickt, welches er mit Nichtsthun verſchwendet hat und im Studirzimmer die im Salon übel angewendete Zeit nicht wieder einbringt; erinnere Dich, daß für ihn die Abgeſchiedenheit ihre Würde, die Philoſophie ihren Troſt, das Wohlwollen ſeine Hoffnung, und ſelbſt die Religion ihren Balſam verliert. Die unangewen⸗ dete Kenntniß wird uns vor dem Laſter bewahren— denn Laſter iſt nur ein anderer Name für Unwiſſen⸗ heit— aber die angewendete Kenntniß iſt Tugend. Vollkommenes Glück iſt in unſerem gegenwärtigen Zuſtande unmöglich, denn Hobbes ſagt mit Recht, daß unſere Natur von Wünſchen unzertrennlich iſt, und daß das Wort Wunſch(das Verlangen nach etwas, was wir nicht befltzen) andeutet, daß unſer gegen⸗ wärtiges Glück nicht vollſtändig iſt. Aber es gibt ein Mittel, das zu erreichen, was wir irdiſches Glück nennen können— dies iſt eine aufrichtige und unaus⸗ geſetzte Thätigkeit für das Glück Anderer. In dieſem einen Grundſatz iſt Alles enthalten, was in der Mo⸗ ralität edel, in der Religion erhaben und in der Wahrheit unergründlich iſt. In dieſem Streben haben wir Alle freien Spielraum für Alles, was in unſerm Herzen vortrefflich iſt, und keinen für die unbedeu⸗ tenden Leidenſchaften, die unſerer Natur ankleben.


