Teil eines Werkes 
2. Bd. (1845)
Entstehung
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am beſten geeignet ſind, und wenn ſich die Ingend mit ihren Begleitern entfernt, bleibt die ſo lange genährte Eitelkeit noch zurück und kränkt ſie beſtändig, indem ſie nicht ſo ſehr an die verlorene Eigenſchaften, als an die Achtung erinnert, die ihren Beſitz beglei⸗ tete, und nicht ſowohl ihre gegenwärtige Veränderung als den Wechſel der Rückſicht und Achtung Anderer in Contraſt ftellt. Was Wunder denn, daß ſie leb⸗ haft vor der Welt fliehen, die nur Kränkung für ihre Selbſtliebe hat, oder daß wir finden, wie die eifrigſten Anhänger des Vergnügens die ſtrengſten Einſiedler geworden ſind? Ich für meinen Theil denke, daß die Liebe zur Einſamkeit, welche die Alten heſaßen, und welche heutiges Tages von Einigen als das Zeichen eines großen Geiſtes betrachtet wird, faſt immer aus Eitelkeit entſteht, welche in dem Verkehr mit der rau⸗ hen Welt leicht verwundet wird, und vaß die Ein⸗ ſiedelei aus fehlgeſchlagener Hoffnung erbaut iſt. Di⸗ derot hatte Recht, ſelbſt auf die Gefahr hin, Rouſſeau zu beleidigen, gegen die Einſawkeit zu ſchreiben. Je mehr ein Moraliſt den Menſchen an den Menſchen bindet und uns verbietet, unſere Intereſſen von denen. unſeres Geſchlechts zu trennen, deſto wirkſamer wird der Zweck der Moralität erreicht. Sie ſind nur in der Abgeſchiedenheit zu rechtfertigen, die, gleich den griechiſchen Philoſophen, jene Abgeſchiedenheit als Mittel benützen, ihrem Geſchlechte zu dienen und es aufzuklären— die aus ihrer Zurückgezogenheit ihre Orakel der Weisheit ſenden und die Wüſte, vie ſie umgibt, heredt machen mit der Stimme der Wahr⸗