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ſehen; es iſt freilich weit von hier; aber wenn Du mein Reiſegefährte ſein willſt, ſo denke ich, gehe ich noch dorthin, ehe der Sommer ganz vorüber iſt; oder was ſagſt Du, Clarenee, ſoll ich es Dir und Lady Flora zu Euren Flitterwochen borgen?— Du er⸗ rötheſt!— ein diplomatiſches Erröthen!— Oh, wie die Welt ſich ſeit meiner Zeit verändert hat! Aber komm, Clarence, wie wäre es, wenn Du an La Me⸗ ronville ſchriebeſt?“
„Nicht heute, Herr, wenn Sie erlauben,“ ſagte Linden,„ich fühle mich ſehr matt.“
„Wie Du willſt, Clarence; aber einige Jahre ſpäter wirſt Du den Werth der Gegenwart ſchätzen lernen. Die Jugend liebt ſtets die Verzögerung und hat daher ſtets zu bereuen.“ Und hierauf ließ ſich Talbot auf eine halb ernſte, halb heitere Unterre⸗ dung ein, die ſo lange währte, bis Clarenee auf ſein Zimmer ging, um ſich niederzulegen und an Lady Flora Ardenne zu denken.
Fünfzigſtes Kapitel.
La vie est un sommeil.— Les vieillards sont ceux dont le somweil a été plus long: ils ne commencent ä se réveiller que quand il faut mourir.
La Bruyére.
„Du wunderſt Dich, vaß ich bei meiner beſtän⸗ digen Liebe zur Literatur und bei meinem früheren Streben nach Ruhm nie als Schriftſteller aufgetreten bin,“ ſagte Talhot, als er und Clarenee allein nach


