Teil eines Werkes 
2. Bd. (1845)
Entstehung
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die Dir wiberfahren iſt, und kann ſie mir ebenſo wenig erklären. Dein Duell, ſo unglücklich auch der Ausgang war, ſollte Dir doch Ehre gemacht haben und Dir einen Ruf wegen Deiner edlen Gefinnung und Deines Muthes erworben haben, ſo daß wir jenem Vorfall die Veränderung nicht zuſchreiben können. Laß uns vielmehr annehmen, daß Lady Flora's Neigung zu Dir ihren Eltern bekannt ge⸗ worden und daß ſie es natürlich für nicht wünſchens⸗ werth halten, ihre Tochter an einen Mann zu ver⸗ heirathen, deſſen Familie Niemand kennt, und der genöthigt war, ſich zu duelliren, um ſeinen Ranz zu behaupten. Erlaube mir daher, Lady Weſtbon⸗ rough zu beſuchen, die ich vor vielen Jahren kannte, und ihr Deine Herkunft, ſo wie Deine Verwandtſchaft mit mir zu erklären.“

Linden ſchwieg unentſchloſſen.

„Wäre ich gewiß, daß Lady Weſtborvugh“ weltliche Anſichten nicht durchaus ohne Einfluß auß Flora geweſen, ſo würde ich gern in Ihren Von⸗ ſchlag willigen, aber—“

„Verzeihe mir, Clarenee,“ rief Talbot;„aber Du ſprichſt viel mehr wie ein ſehr junger Mann, ah

ich Dich je zuvor habe reden hören— ſelbſt nicht vor

vier Jahren. Gewiß haben ihrer Mutter Anſichten auf Flora Einfluß gehabt. Wollteſt Du es anders! Wollteſt Du, daß ſie aller Schicklichkeit, aller Be⸗ ſcheidenheit und allem Gehorſam gegen ihre Elter und allem richtigen Gefühl zum Trotz ein Verhältniß mit einer Perſon fortſetzen ſollte, die nicht un