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ter brachte mir den Brief und ſagte nichts. Sie hatte mein Herz richtig verſtanden. Ich gab ihn unerbrochen zurück. Er iſt ſelbſt ſeit ſeiner Herſtellung da geweſen. Meine Mutter war für ihn nicht zu Hauſe. Ich höre, daß er bleich und verändert ausſteht. Ich hof⸗ nicht— wenigſtens kann ich nicht umhin, für ſeine Geneſung zu beten. Ich bleibe beſtändig zu Hauſe; die Saiſon iſt vorüber und es werden keine Geſell⸗ ſchaften gegeben; aber ich zittere bei dem Gedanken, ihm im Park oder in den Gärten zu begegnen. Mein Vater ſpricht davon, in der nächſten Woche aufs Land zu gehen. Ich kann Dir nicht ſagen, wie begierig ich dieſer Ortsveränderung entgegenſehe; und Du wirſt dann kommen und mich beſuchen— nicht wahr thenerſte Eleonore?
„O! welche glückliche Tage werden wir noch mi einander verleben; wir wollen Italieniſch mit einander leſen, wie wir zu thun pflegten; Du ſollſt mir Dein⸗ Lieder lehren und ich Dir die meinen. Du wirf niemals von meiner Thorheit zu mir reden: laß da ſein, als wäre es nie geſchehen; aber ich will mit Di über Deine künftige Wahl rathſchlagen und im Von⸗ gefühl Deines Glücks glücklich werben. O wie ſelbſ⸗ ſüchtig war ich vor einigen Wochen— da konnte ih Dich nur mit meinem Egvismus überſchütten; jehl iſt an Dir die Reihe, Elconore, und Du ſollſt ſehen wie geduldig ich dem Deinen horchen werde. Fürcht nie, daß Du zu weitſchweifig werden kannſt; je aut⸗ führlicher Du biſt, deſto leichter werde ich Di verzeihen.
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