Teil eines Werkes 
2. Bd. (1845)
Entstehung
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nen, und die Geftalt, erſchrocken durch bie Bewegung, ſtand auf, zog den Vorhang zu und verſchwand. Mit großer Schwierigkeit klingelte er. Sein Diener Har⸗ riſon, auf deſſen Geiſt, obgleich derſelbe nicht von ſehr erhabener Art war, die Freunblichkeit und Milde ſeines Herrn einen ſehr großen Eindruck gemacht hatte, erſchien augenblicklich.

„Wer war dieſe Dame?“ fragte Linden.„Wie kam fie hieher?“

Harriſon lächelte.„O Herr— bitte, legen Sie ſich wieder nieder und beruhigen Sie ſich— die Dame kennt Sie ſehr gut und wollte durchaus hieherkommen; ſie beſtand darauf, im Hauſe bleiben zu wollen, und ſo machten wir ihr ein Bett im Geſellſchaftszimmer, und ſie hat Tag und Nacht bei Ihnen gewacht. Sie ſpricht freilich ſehr wenig Engliſch, doch Sie wiſſen, wie gut ich Franzöſiſch ſpreche.“

„Franzöſiſch!“ ſagte Clarence matt—„Franö⸗ ſiſch? Im Namen des Himmels, wer iſt ſie?“

„Eine Madame— Mavame— La Melon⸗veal, oder ein ähnlicher Name, Herr,“ ſagte der Bediente.

Clarenee ſank zurück. In dem Augenblicke wurde ſeine Hand gevrückt. Er drehte ſich um und ſah Talbot an ſeiner Seite. Der freundliche alte Mann hatte nicht zugegeben, daß La Meronville Lindens einzige Wärterin ſein ſollte— ungeachtet ſeines Alters und ſeiner eigenthümlichen Gewohnheiten hatte er den ganzen Tag in Lindens Wohnung zugebracht, und Nachts, anſtatt in ſein Haus zurückzukehren, ſein Quartier in dem nächſten Hotel aufgeſchlagen.