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Lord Borodaile ſprach durch ein Kopfnicken ſeine Zuſtimmung aus.
„Haben Sie meinen Freund Talbot kürzlich geſehen?“ ſagte der jüängere St. George zu Clarenee.
„Dieſen Morgen noch,“ verſetzte Linden;„ich beſuche ihn gewöhnlich drei⸗ oder viermal wöchentlich, und er fragt oft nach Ihnen.“
„Wirklich!“ ſagte St. George ſehr geſchmeichelt, „er thut mir große Ehre an; aber er iſt ein ent⸗ fernter Verwandter von mir, und ich vermuthe, daß ich ſeine Erinnerung an mich dieſer Urſache zuſchrei⸗ ben muß. Er iſt auch ein naher Verwandter von Ihnen, meine ich— nicht wahr?“
„Ich bin mit ihm verwandt,“ antwortete Cla⸗ renee erröthend.
Lord Borodaile lehnte ſich vorwärts und ſeine Lippe verzog ſich ſpöttiſch. Obzleich in einiger Hin⸗ ſicht ein ſehr ſchwacher Mann, hatte er doch, wie ſchon bemerkt, ſeine guten Seiten. Er haßte die Lüge ebenſo ſehr wie Achilles, und er hielt ſich feſt über⸗ zengt, daß Clarenee eine ausgeſprochen habe.
„Ei, Lord Borodaile,“ ſagte Lord Aspeden, der eine von ſeinen auffallend unglücklichen Bemerkungen machte—„die Talbots von Searsdale find ja Bran⸗ chen Ihres Stammbaums; daher müſſen Eure Herr⸗ lichkeit mit Linden verwandt ſein— Sie find zwei Kirſchen an einem Stengel.“
„Wir ſfind auf keine Weiſe verwandt,“ ſagte Lord Barovaile mit deutlicher Stimme, ſo daß es Clarenee


