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Perſon überdrüſſig und die Milbe ihres Temperamentz benützend, ſchickte er ſie in einen verborgenen Winkel des Landes, um bei dem kläglichen Jahrgelbe zu ver⸗ hungern, welches er ihr von ſeinem überfluſſe aus⸗ ſetzte. Selbſt da— ſo groß iſt die Wirkung anſchei⸗ nender Schicklichkeit der Formen und Worte— ſank Crauford nicht in der Achtung der Welt.
„Es iſt leicht zu ſehen,“ ſagten die Zuſchauer ſeines häuslichen Drama's,„daß ein Mann von ſo mildem Temperamente— in ſeinem Geſchäfte ſo ehren⸗ voll— ſo höflich in ſeiner Rebe— ſo aufmerkſam im Beſuch der Börſe und der Kirche— nicht der ſchuldige Theil ſein kann. Man kennt nie bie Gründe der ehelichen Uneinigkeiten und kann nie die auf⸗ regenden Ungleichheiten des Temperaments ſchätzen. Mrs. Crauford ſchien nie guter Laune zu ſein und hatte nicht das offene Geſicht ihres Mannes, und ge⸗ wiß deuteten ſelbſt die Ausſchweifungen des Herrn Crauford auf eine großmüthige Wärme des Herzens, welche das mürriſche Weſen ſeiner Ehehälfte leicht erkälten und empören konnte.“
Und ſo ging Crauford unbezweifelt und ungetabelt auf ſeinem gebahnten Wege weiter, lachte insgeheim über die Dulbſamkeit der Menge und ſetzte in ſeiner lururiöſen Villa die Orgien einer leidenſchaftloſen, aber thieriſchen Sinnlichkeit fort.
So weit mochte Richard Crauforts Charakter hin⸗ ſichtlich der Heuchelei und des glücklichen Erfolges Seinesgleichen finden. Jetzt wollen wir uns tiefer in ſeine Seele verſenken. Im Beſitze von Talenten, die
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