Teil eines Werkes 
1. Bd. (1845)
Entstehung
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als die Gegenſtände des Ehrgeizes oder ſelbſt vie Un⸗ ſterblichkeit des Ruhms. Es war das Geſicht eines ſehr jungen und ſchönen Frauenzimmers, und die dunkeln und zärtlichen Augen blickten gleichſam mit wachſamer Innigkeit auf den Wachenden und ſeine Arbeiten nieder. Unter dem Fenſter, welches nicht geſchloſſen war, denn es war im Junius, ſtanden einfache, aber nicht unelegante Vaſen, mit Blumen angefüllt.

Der Schreibende war allein und hatte eben eine Pauſe in ſeiner Beſchäftigung gemacht: er ſtützte ſein Geſicht in gedankenvoller und ernſter Stimmung auf die eine Hand, und die Luft, die kähl, aber erfriſchend vom Fenſter herkam, bewegte leicht die Locken, die in ſchwachen, aber zierlichen Wellen ſeine hohe und markirte Stirn umgaben. Wegen des matten Lichts der einzelnen Lampe und der ſpäten Stunde erſchien ſeine Wange bleich, und die röllige, aber finnende Ruhe der Geſichtszüge deutete auf die Stille gewohnter Traurigkeit und die Mattigkeit der erſchütterten Ge⸗ ſundheit; doch der Ausdruck, ungeachtet des ſtolzen Umriſſes der Stirn und ves Profils, war mehr wohl⸗ wollend, als ſtreng und finſter, und die Linien deu⸗ teien mehr auf Ermattung durch tiefes Nachdenken, als auf die Verwüſtungen durch ungeregelte Leiden⸗ ſchaften.

Es wurde leiſe an die Thür geklopft, der Drücker umgedreht— und das Original des beſchriebenen Bil⸗ des trat ins Zimmer. Die Zeit war bei ihr nicht müßig geweſen, ſeit jenes Bild war gemalt worden: