Teil eines Werkes 
1. Bd. (1845)
Entstehung
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unſerer Jugend ſchmecken werden, oder vaß wir in der Mitte Alles deſſen, was ſtündlich und augen⸗ blicklich unſere Herzen und Geiſter an das ewige „Ich“ erinnert und bindet, den eingebildeten Hand⸗ lungen und Empfindungen eines Andern Leben, Reiz und Kraft gewähren können!

Sehr verſchieden von vieſen melancholiſchen Be⸗ trachtungen waren die Gedanken unſeres jungen Rei⸗ ſenden, als er mit raſchem Schritte auf ſeinem ein⸗ ſamen Wege forteilte. Die friſche Luft und die Fülle der Geſundheit verlieh ihm jene Heiterkeit des Geiſtes, die nach einem gewiſſen Alter ſo ſelten ge⸗ funden wird; und von Zeit zu Zeit ſtieß er ſelbſt abgebrochene Sätze aus, die, indem ſie ſeine ſan⸗ guiniſchen Betrachtungen verriethen, zugleich die Rich⸗ tung ſeines Geiſtes anveuteten.

„Zigeuner werden! nein, ich habe noch etwas Beſſeres zu erwarten, als daß ich eine ſolche Wahl treffen ſollte. Ja, ich habe die ganze Welt vor mir, wo ich wählen kann— und nicht meinen Ruheplatz. Nein, manches lange Jahr wird vergehen, ehe ich mir einen Ruheplatz wählen werde! Handlung! Hand⸗ lung! Handlung! wie Demoſthenes ſagte. Es ſoll mich wundern, ob ich den Brief in W“** finden werde; den Brief, den letzten Brief, den ich je aus meiner Heimath erhalten werde: aber jetzt iſt es keine Heimath für mich; und ich— ich, beleidigt, geſchmäht, mit Füßen getreten, ſelbſt vhne einen Namen! Wohlan, ich will mir einen ſchöneren Namen verdienen, als der meiner Vorfahren iſt. Sie ſollen noch ſtolz ſein,