Teil eines Werkes 
1. Bd. (1845)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

grünen Bäumen, und die achten

Lächeln hlten. at ihren iges Ge⸗

und Sie

n; denn eiſe voll r bevor⸗ Eintritt

59

„Sie könnten nichts Weiſeres thun,“ ſaste der Zigeuner ernſt.

„Aber das Schickſal läßt mir keine Wahl,“ fuhr der Jüngling wie im Ernſte redend fort,„und ich muß Sie ſogleich verlaſſen, ſobald ich Ihre gaſtliche Bewirthung zum zweitenmale gekoſtet habe.“

„Wenn es ſo ſein muß,“ antwortete der Zigen⸗ ner,„ſo will ich Sie wenigſtens eine oder zwei Meilen auf Ihrem Wege begleiten.“

Der Jüngliug dankte ihm für ein Verſprechen, welches ihm wegen ſeiner Neugierde angenehm war, und ſie wendeten fich wieder zu der Caravane. Dem Frühſtück wurve ſo viel Ehre angethan, als es der Pächter nur möglicherweiſe hätte thun können, aus deſſen Vorräthen die Speiſen geborgt waren. Nicht ohne Wohlgefallen bemerkte das würdige Paar die Aufmerkſamkeit, die ihr Gaſt an einen ſchönen locki⸗ gen Knaben von drei Jahren, dem einzigen Kinde und Abgott der Zigennerherrſcher, verſchwendete. Aber ſie bemerkten nißt, daß der Jüngling, als er auf⸗ ſtand, um ſich zu entfernen, einen Ring von einigem Werthe, den einigen, den er beſaß, in die Falten der Kleidung des Kindes ſteckte.

„Und nun,“ ſagtz er; nachdem er ſeiner Wirthin für ihre gaſtliche Aufnahme gedankt hatte,„muß ich Ihrem Stamme Lebewohl ſagen und meine Tagreiſe antreten.“

Ungeachtet ihrer Schamhaftigkeit drückte Luey ihrem hübſchen Gaſte die Hand und der Letztere ging, von dem Zigeunerhäuptling begleitet, zu den Zelten hinunter.