Teil eines Werkes 
1. Bd. (1845)
Entstehung
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geuner nicht entging, und benetzte ſein Geſicht mit dem Waſſer, welche die fürſorgende Hand der guten Frau ihm zum Waſchen hingeſtellt hatte.

„Nun,“ ſagte ſein Wirth, als der Jüngling ſeine kurze Toileite beendet hatte,„wie wäre es, wenn wir vie friſche Luft athmeten, während Luey Ihr Bett zurechte legt und das Frühſtück bereitet.“

„Von Herzen gern,“ erwiderte der Jüngling, und ſie ſtiegen die Stufen hinunter, die zu dem Walde führten. Es war ein ſchöner, friſcher Morgen, die Luft glich einem Trunke aus einer Geiſterquelle und füllte das Herz mit neuer Jugend und das Blut mit wonnevollem Entzücken; die Blätter— die grünen Blätter des Frühlings— zitterten an den Bäumen, unter welchen die glücklichen Vögel flatterten und die Fröhlichkeit ihrer Seelen im Geſange aushauchten⸗

während die Thautropfen Mit klarem Naß die Blüten tauften

und in ihren Millionen von Spiegeln das Lächeln der wolkenloſen, freudigen Sonne zurückſtrahlten.

„Die Natur,“ ſagte der Zigenner,„hat ihren Kindern in einem ſolchen Morgen ein prächtiges Ge⸗ ſchenk gegeben.“

„Es iſt wahr,“ ſagte der Jüngling,„und Sie verdienen es vielleicht von uns Beiden allein; denn was mich betrifft, wenn ich an die weite Reiſe voll Staub, Hitze und Ermüdung denke, die mir bevor⸗ ſteht, ich möchte faſt hier bleiben und um Eintritt in die Zigeunerzelte bitten.“

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