Teil eines Werkes 
1. Bd. (1845)
Entstehung
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Frei und unbefangen ſagte er den Bewohnern der beiven Zelte Lebewohl und mit freigebiger Hand ver⸗ theilte er an alle, beſonders an das Mädchen, die wäh⸗ rend der Abendmahlzeit ſeine Thais geweſen war, die Silbermünzen, die keinen unbeträchtlichen Theil ſeines gegenwärtigen Vermögens ausmachten.

Unter den Weiſſagungen und freundlichen Wün⸗ ſchen der ganzen Rotte ſetzte er ſeine Reiſe mit dem Zigeunerhäuptling fort. Als die Zelte ihnen aus dem Geſichte waren, und erſt dann, brach König Cole das Schweigen, welches hisher zwiſchen ihnen geherrſcht hatte.

„Ich vermuthe, mein junger Herr, daß Sie einige von Ihren Freunden oder Verwandten in W*** zu treffen erwarten? Ich weiß nicht, was ſie ſagen wer⸗ den, wenn ſie hören, wo Sie die Nacht zugebracht haben.“

„Wer mein Abenteuer hört,“ ſagte der Jüngling, „mag er nun ein Verwandter ſein oder nicht, wird ſich ſehr an meiner Beſchreibung ergötzen; aber in vollem Ernſt, ich erwarte Niemand in W“** zu treffen, der mehr mein Freund iſt als der mürriſche Gaßwirth, wenn nicht vielleicht ſein Hund.“

„Nun, man wird doch einen Jüngling von Ihrem Alter und Ihrem Stande nicht allein wandern laſſen?“ rief König Cole mit unverſtelltem Erſtaunen.

Der junge Reiſende gab keine beſtimmte Antwort, ſondern bengte ſich nieder, als wollte er eine wilde Blume pflücken, die an der Seite des Weges wuchs, und,ſagte nach einer Pauſe:„Nun, Herr Cole, Sie

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