ſchärfer auszuprägen und das Individuum von ſeinen Speeies durch die Schranken zu trennen, womit ſich das Mißgeſchick ſo gern umgibt. Doch ich habe dieſen Mann nicht nur als einen warmen und allgemeinen Philanthropen geſchildert, ſondern an ſeiner Perſon zu zeigen verſucht, wie weit durch Wohlwollen, in der weiteſten und edelſten Bedentung des Wortes, der Irrthum ſelber zur Tugend erhoben und die Ver⸗ ſuchung in einen Triumph verwandelt werden kann. Und wenn mir dieſer Verſuch nicht fehlgeſchlagen iſt, wage ich zu glauben, daß ich aus etwas abgenutzten Materialien einen Charakter gebildet habe, der an ſich faſt neu iſt. Die Moral iſt übrigens eine ſehr ſchwie⸗ rige und vielfach angefochtene Wiſſenſchaft— obgleich jeder Schriftſteller, der nie eine Zeile darüber geleſen, und auch in der That nicht viele Zeilen über irgend ſonſt etwas, ſich mit faſt unglaublicher Selbſttäuſchung einbildet, daß nichts ſo leicht zu verſtehen und zu lehren iſt; daher bekenne ich mit Furcht und Miß⸗ trauen nach einem langen und angeſtrengten Studium der erſten Grundſätze dieſer Wiſſenſchaft, zu denken,
daß ich ein kleines Theilchen davon weiß. Aber
wenn eine ſchwierige Wiſſenſchaft, ſo iſt die Moral wenigſtens eine, worin die verſchiedenen Regeln und Wahrheiten unzertrennlich mit einander verbunden find, und ein Schriftſteller kann kein Buch ſchreiben, welches eine einzige richtige und wahre Moral ent⸗ hält, ohne viele zu enthalten. Ich will dem urtheils⸗ fähigen Leſer überlaſſen, die verſchtedenen Zwecke zu entvecken, die dieſes Werk verfolgen ſoll; doch nach
dem, was anmaßend daß es m mich nur gleichſam v läßt, auf oft klare wird, die feres Auge aus einer mernden unſichtbar der Ebene Pelha zu verbergen Freund, d ſtimme ich Ihre Verſ Mißtrauer an dieſen durch den ſentimenta kann man in der Hi Leute Ihr wartung i werden ſie ungeleſen tung vorb⸗ bloß dazu


