Teil eines Werkes 
1. Bd. (1845)
Entstehung
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haben, würden ſich, ſchmeichle ich mir, balb von einem ſo ſchmählichen Irrthum überzeugen. Wenn Sie in⸗ veſſen ſpäter eine Verwechslung vermeiden wollen, vie, wie Sie richtig bemerken, ein allgemeiner Irr⸗ thum der Kritik iſt, ſo ſchildern Sie alle Ihre Helden ohne Fehler. Keine kritiſche Seele von der ganzen Klaſſe wird dann argwöhnen, daß Sie ſich ſelber ev⸗ piren. Sie fragen mich, welche Belohnung Sie dafür erhalten, daß Sie die Laſt meiner Fehler tragen? Mon Dieu! iſt denn die Ehre nichts! Bedenken Sie Ihre innere Befriedigung, daß Sie mir ähnlich ge⸗ halten werden! Indeſſen, mein Freund, wenden Ihre Tabler, gleich den Sprößlingen des Cadmus, alle ihre Wildheit an, einander ſelbſt zu zerſtören. Es gibt keinen Theil meiner Memviren, welchen ein Kritiker zum Tadel ausgewählt hat, den ein anderer, ohne Zweifel eben ſo verſtänviger, nicht als beſonders lobenswerth herausgehoben hat. Den Theil, welchen Einige für ven frivolſten erklären, erklären Andere für den tief⸗ ſten. Einer lobt die heitern Scenen und verurtheilt vie ernſten— ein Anderer lobt die ernſten und tadelt die heitern. Einer bittet Sie, das Tragiſche aufzu⸗ geben und verſpricht Ihnen herrliche Dinge, wenn Sie ſich auf das Komiſche legen wollten— ein An⸗ derer räth Ihnen, in Ihrem Leben nicht wieder zu ſcherzen, ſondern ſich allein„den aufregenden Leiden⸗ ſchaften und der Rührung des Herzens zu widmen.“ Kurz, Ihre Gegner gleichen dem Tiger und dem Krokodil, die den berühmten Münchhauſen angriffen: einer ſpringt dem andern in den Rachen. Ihr Tiger

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