350
die Treppe hinauf, indem er dem Weibe ſagte, ihm voran zu gehen.
Nach wenigen Minuten war er zur Wagenthür zurückgekehrt.„Maltravers,“ ſagte er,„gehen wir nach Hauſe; dieſer Mann befindet ſich nicht im Zu⸗ ſtande, ſich mit Ihnen zu duelltren.“
„Ha,“ rief Maltravers mit finſterem Blick, indem ſein lang zurückgehaltener Zorn wie Feuer durch jede Ader ſeines Körpers drang;„er wagt es, vor der Genugthuung zurückzuſchrecken?“ Dann ſtieß er Dan⸗ vers ungeduldig bei Seite, ſprang aus dem Wagen und ſtürzte die Treppe hinauf; Danvers folgte.
Vor Wuth außer ſich, vrang Maltravers in das kleine und ſchmutzige Zimmer; das Licht, welches aus vielen Ritzen der geſchloſſenen Thür drang, verkün⸗ dete ihm, Ceſarini ſei zu Hauſe. Ceſarini's Augen, von furchtbarem Feuer flammend, boten den erſten Gegenſtand, welchen ſein Blick traf. Maltravers blieb wie verſteinert ſtehen.
„Ha ha,“ lachte eine durchdringende, kreiſchende Stimme, welche einen furchtbaren Gegenſatz zu den Tönen des weichen Toskaniſchen bot, worin die wilden Worte ausgeſtoßen wurden.„Wer kommt dort mit blutigen Kleidern? Du kannſt mich nicht anklagen— mein Schlag vergoß kein Blut— er ging gerade zum Herzen und riß kein Feiſch hinunter; wir Ita⸗ liener vergiften unſere Opfer! Wo biſt Du, Mal⸗ travers? ich bin bereit— ha, da biſt Du! Piſtolen? — ſo will ich nicht kämpfen. Ich bin ein wildes Thier, zerreißen wir uns mit Zähnen und Klauen!“
Wie ein Haufen ungeordneter und unverbundener Glieder zuſammengekauert, lag der Elende, ein Ra⸗ ſender, im fernſten Winkel des Zimmers; zwei Männer hielten ihn gepackt, die er dann und wann mit der
gewaltigen beſinnungsl ſinken; ſeir ſtarrten au an ſeinen zu Berge, ſich in ein Zuſamment ſchreckendes travers, u Gewalt, ſe entſchloſſen ſtanden ger er war der Vertheidigt gerüſtet— einmal au wäre, und ſatz aus de ſam zerſch keit des M Gegenwart Donnerkeil ihn ein me brecher ſie Unglück. „Ja, mir, ſie ſt reißt ihn ſoll ihn ni tödtet, ſo im Tode. ich will ſi Mit dieſen


