Teil eines Werkes 
2. Bd. (1845)
Entstehung
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kennen. Allein weder ſeine Erfahrung noch ſeine Grund⸗ ſätze der Ehre konnten eine andere Handlungsweiſe wie den vorgeſchlagenen Plan ihm andeuten. Er unter⸗ drückte alle Einwürfe, die er etwa machen wollte, und gab ſeinem Freunde die Hand. Beide ſchwiegen, bis der Wagen an einer Thür in der engen Gaſſe einer vom niederen Volke bewohnten Vorſtadt anhielt. Alle Häuſer in der Runde waren dunkel; Lichter aber be⸗ wegten ſich hin und her an den Fenſtern des obern Stocks in dem Hauſe, wo Ceſarini wohnte; kaum hatte der laute Schall des vom Bedienten geſchwun⸗ genen Thürklopfers die düſtere Gaſſe durchſchallt, als auch die Thür ſich ſchon öffnete. Danvers ſtieg aus und ging auf die Hausflur.

O, Herr, ich bin ſo froh, daß Sie kommen, ſagte eine alte Frau blaß und zitternd,er wird immer ſchlimmer.

Hier iſt doch kein Irrthum? fragte Danvers, ſtillſtehend;hier wohnt doch ein italieniſcher Herr Namens Ceſarini?

Ja, Herr, das arme Geſchöpf; ich habe nach Ihnen geſchickt, damit Sie ihn beſuchen, denn, ſagte ich meinem Sohne 4

Wofür haltet Ihr mich?

Nun ja, Herr, Sie ſind ja der Doktor?

Danvers gab keine Erwiderung; er hegte eine niedrige Meinung von dem Muthe eines Mannes, welcher als Schurke handeln konnte; ſomit war er der Meinung, man habe einen Plan im Sinn, ſeinen Freund um die Rache zu betrügen. Deßhalb ſtieg er