Teil eines Werkes 
2. Bd. (1845)
Entstehung
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Der Arzt ſchlummerte in einem Lehnſtuhl. Lady

Florence war während der zwei oder drei letzten Stunden in Schlaf verſunken; Lord Saxingham be⸗ fand ſich auf ſeinem Zimmer tief betrübt und ſchluch⸗ zend, denn man war der Meinung, Lady Florence werde die Nacht nicht üherleben.

Maltravers ſetzte ſich ruhig nieder; vor ihm lagen mehrere prächtig eingebundene Manuſeripte auf dem Tiſche. Er ſchlug dieſelben mechantſch auf. Auf jeder Seite traf er die ſchöne, edle Handſchrift der Florenee ſein Auge. Ihre reiche und thätige Seele, ihre Liebe zur Poeſie, ihr Durſt nach Wiſſen, ihre Neigung zum tiefen Denken redeten wie ihre Geiſter aus jeder Seite. Oft traf er auf Auszüge aus ſeinen eigenen Werken, welche zum Zeichen ihres Beifalls unterſtrichen waren; bisweilen auf Gedanken der Flo⸗ rence ſelbſt, die den ſeinigen an Wahrheit und Tiefe nicht nachſtanden; auf hingeworfene wilde Verſe, die, obgleich unvollſtändig, eine Kraft bezeugten, welche der zarten Anmuth der Dichterin weit überlegen war; auf kurze, kräftige Kritiken über Bücher, die

ſich über die gemeinen Feiertagsſtudien der Weiber

erhoben; auf unwillige, beißende Aphorismen über die wirkliche Welt, mit hohen und ſchwermüthigen Ausbrüchen des Gefühls hinſichtlich der Ideale. Alles dies, die verſchiedenen Bände bereichernd, verkändete ſeltene Gaben dieſes ſonderbaren Mädchens gleich⸗ ſam einer Pflanze mit verwelkten Blüten, welche hesperiſche Früchte hätte tragen können. Bisweilen fanden ſich in dieſen Ergüſſen einer vollen Seele und

eines übe ſo zart, Gedächtn Geſichtsz und Geſſt Stunde, genden w Geiſtesga holde Ge haſt ſie n derruflich Malt auf ihn unbekann ihr Eifet loſen un und Ehr gewöhnl Wie Schlag verfloſſer weſenhei ſie in ſ Glückes niederge gedemütl und erhe ſo gelieb welchen innerten