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Jede Silbe dieſer Rede wurde mit jener vurch⸗ dringenden Deutlichkeit geſprochen, als ob die tiefſte Empfindung des Herzens in der Stimme ſich äußere. Ceſarini aber ſchien nicht die Bedeutung der Worte zu verſtehen. Er ergriff Maltravers am Arm und ſchaute ihm mit wildem, drohendem Blick ins Geſicht.
„Sagten Sie nicht, ſie ſterbe? Ich lege Ihnen die Frage vor, warum antworten ſie nicht? Ha! bei⸗ läufig, Sie drohen mir mit Ihrer Rache. Wiſſen Sie nicht, daß ich Ihnen Stirn gegen Stirn im Todeskampfe gegenüber zu ſtehen mich ſehne? Habe ich Ihnen das nicht geſagt? Suchte ich nicht Ihr langſames Blut aufzuregen? Sie durch Beleidigung zu einem Kampf zu reizen, den ich als meinen höch⸗ ſten Ruhm betrachtet haben würde? Damals aber waren Sie Marmor.“
„Weil ich das mir erwieſene Unrecht vergeben konnte, und weil damals noch Hoffnung vorhanden war, das ihr erwieſene werde der Strafe nicht be⸗ bürfen. Hinweg!“
Maltravers ſtieß den Italiener zurück und ging weiter. Ein wilder, ſcharfer Verzweiflungsruf er⸗ ſchallte hinter ihm her und klang noch in ſeinen Ohren, als er die lange, düſtere, einſame Treppe zum Todten⸗ bett der Lady Florenee Lascelles hinaufſchritt.
Maltravers betrat das Zimmer, welches an das⸗ jenige ſtieß, worin die Kranke lag— daſſelbe noch liebliche und heitere Zimmer, worin er ſeine erſte Unterredung mit Florence ſeit ihrer Ausſöhnung ge⸗ habt hatte.


