Teil eines Werkes 
2. Bd. (1845)
Entstehung
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ſitzen ſah, reichte ihm höflich die Zeitung, worin er las.

Es iſt die zweite Ausgabe, Sie werden hierin die letzten Nachrichten aus Frankreich finden.

Ich danke Ihnen, ſagte Maltravers, und der höfliche Mann ſtutzte bei der kurzen Antwort; es lag eine unausſprechliche Niedergeſchlagenheit und ein ge⸗ brochener Sinn in der Stimme.

Maltravers Blick fiel mechaniſch auf die Spalten und er ſah ſeinen eigenen Namen. Jenes Werk, welches er in der lieblichen Zurückgezogenheit von Temple⸗ Grave mit ſo viel Vergnügen verfaßt hatte, wo er bei jeder Seite und jedem Gedanken Florence um Rath fragte welches ſo unzertrennbar mit ihrem Bilde verbunden und mit dem Licht ihres verwandten Geiſtes verherrlicht war dies Buch war ſo eben heraus⸗ gekommen. Zwar war der Druck ſchon längſt fertig geweſen, allein der Herausgeber hatte wegen irgend einer Spekulation auf Zeitumſtände, wie ſie dieſem Handelszweige gewöhnlich iſt, die Herausgabe ver⸗ ſchoben. Maltravers wußte nichts von der Herausgabe; er glaubte nach ſeiner Rückkehr in die Hauptſtadt dem Buchhändler das Erſcheinen ſeines Werkes unterſagt zu haben; allein ſeine Gedanken hatten kürzlich Alles aus ſeinem Gedächtniſſe verdrängt; er hatte das Da⸗ ſein ſeines Werkes vergeſſen. Und jetzt war es im Prunk und im Pompe der Autorſchaft in die Welt geſandt worden! Jetzt, wo es wie ein unziemlicher Hohn am Todtenbett, als eine ruchloſe Entweihung erſchien. Furchthar iſt die Trennung zwiſchen dem

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