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sjahre war es noch ungewiß, ob Ernſt Mal⸗ traders ein muſterhafter oder ein böſer Mann werden follte. Er hätte aber eher einen Feind ervroſſeln, als die Hand eines Mannes annehmen können, den er irgendwie einmal verrathen hatte.
„Ich denke Sie mir gerne als Freunde,“ ſagte Florence, indem ſie Beide liebevoll anblickte,„und Ihnen wenigſtens, Lumley, müßte vieſe Freundſchaft ein Glück ſein. Lumley ich hatte Sie ſlets ſehr gerne; ich liebte Sie wie einen Bruder, obgleich unſere Charaktere ſich öfter wiverſtrebten.“
Lumley wich aus.„Um des Himmels willen,“ ſagte er,„reden Sie mit mir nicht ſo zärtlich; ich kann dies nicht ertragen, denken Ste an ſich und vergeſſen Sie nicht.„
„Daß ich eine Sterbende bin. Gütige Worte ge⸗ niemen uns am meiſten, wenn wir dem Ende uns nähern; doch genug davon. Der von Ihnen erlittene PVerluſt hat mich bekümmert.“
„Mein armer Onkel,“ ſagte Lumley, indem er die Gelegenheit begierig benutzte, um den Gegenſtand ves Geſprächs zu wechſeln;„der Schlag war plötzlich. Traurige Pflichten haben mich bis jetzt ſo in Anſpruch genvmmen, daß ich nicht einmal Sie beſuchen konnte. Die Kunde jedoch beruhigte mich, daß Ernſt hier ſei, als ich dies auf meine täglichen Erkundigungen er⸗ fuhr. Was mich betrifft, fügte er mit ſcharfem Lä⸗ cheln hinzu, ſo ſind mir ſowohl Pflichten wie Ehren übertragen worden. Ich bin der Vormund einer Erbin und der Verlobte eines Kindes.“
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