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kennen und zu theilen und von einem Daſein nach dem andern in der Stufe des Seins höher zu ſteigen. Im Himmel ſicherlich findet ſich kein Stillſtand und keine Erſtarrung; dyrt können wir nicht in träger und nicht fortſchreitender Ruhe unthätig liegen; Be⸗ wegung und Fortſchritt wird das Geſetz und die Be⸗ dingung des Daſeins bleiben. Dort oben werden unz Anſtrengungen und Pflichten beſchieden ſein, wie ez hier unten der Fall war.“ In dieſer auch von Maltravers geglaubten An⸗ ſicht äußerte ſich noch der Charakter der Florence, ihr überflutendes Leben und die Thätigkeit ihres Den⸗ keus, ihre Beſtrebungen und ihr Ehrgeiz. Sie richtete nicht ſo ſehr ihren widerſtrebenden Blick auf die Stille und die Ruhe des Grabes, als auf das Licht und die Glorie eines erneuten und fortſchreitenden Daſeins. Als ſie einſt ſo daſaßen, während die Stimme von Ernſt ruhig und dennoch durch die Regungen die er zurückzuhalten ſuchte, beinahe zitternd, die Ge⸗ danken der Florence bisweilen zur Nüchternheit herab⸗ ſtimmte, bisweilen noch mehr erhob, wurde Lord Var⸗ grave angemeldet und Lumley Ferrers, welcher den Titel jetzt ererbt hatte, trat ins Zimmer. Es war das erſtemal, daß Florenee ihn ſeit dem Tode ſeines Onkels, daß Maltravers ihn ſeit jenem für Florence ſo verhängnißvollen Abend ſah. Beide ſtutzten; Mal⸗ travers ſtand auf und ging ans Fenſter. Lord Var⸗ grave nahm die Hand ſeiner Cvufine und drückte ſie ſchweigend an ſeine Lippen, während ſeine Blicke Ge⸗ fühle bezengten, die diesmal wirklich ächt waren.
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