322 zählt ſind; mit ihrem Nebensfaden iſt der Deinige verwoben. Innerhalb der nächſten zwölf Stunden nach ihrem letzten Augenblick treffen wir uns wieder; aber jetzt bin ich wie Eis und Stein, Du vermagſt mich nicht zu reizen. Der Schluß ihres Lebens ſoll nicht vurch den Anblick von Blut, durch den Gedanken an das von ihrem Tode erheiſchte Opfer verdüſtert werden. Gehe, oder Knechte ſollen dich aus meiner Thür werfen. Deine Lippen ſfind zu niedrig, um dieſelbe Luft wie ehrliche Männer zu athmen; fort mit Dir, ſage ich, aus der Thür!“
Ob ſich gleich keine Muskel in dem Antlitz des hohen Maltravers bewegte— obgleich keine Runzel die majeſtätiſche Stirn verdüſterte— obgleich kein Feuer aus dem feſten und verachtenden Auge hervor⸗
brach— ſo lag ein königliches Anſehen in ſeinem
Anblick, im ausgeſtreckten Arm, in dem ſtattlichen Kopf, ſo wie eine Macht in dem Schwellen der ſtrengen Stimme, welche das unglückliche Weſen niederbeugten und zur Ehrfurcht zwangen, deſſen eigene Leidenſchaf⸗ ten nur erſchöpfend und entmannend wirkten. Er bemühte ſich Stolz mit Stolz zurückzugeben, allein ſeine Lippen zitterten und ſeine Stimme erſtarb mit hohlem Gemurmel in der Bruſt. Maltravers betrach⸗ tete ihn mit niederwerfender, durchdringender Ver⸗ achtung. Der Italiener rang voll Scham und Grimm mit ſich ſelbſt, allein vergeblich; der kalte, auf ihn geheftete Blick glich einem Zauber, gegen welchen der Teufel in ſeinem Innern ſich nicht auflehnen oder kämpfen konnte. Mechaniſch ging er zur Thür, wandte
ſich um, ſchü und ſtürzte dem Zimmer
Kein Ta Seite von 2 ſpät; er tra angenommen⸗ ein Wort üb blieb der La entledigte ſie Herrlichkeit nahe traurig travers berüh Veruneinigur nie einer ſcü wie heftig di mals Selbſtv Verzweiflung Kämpfe er e gefaßt und ſt beherrſchung. Wunſch und Stunden der ziehen und d ten und zu


