Teil eines Werkes 
2. Bd. (1845)
Entstehung
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Maltravers befand ſich, um mich des Ausdrucks zu bedienen, in einer Art geiſtiger Entrückung. Seine Aufregung hatte ihn gänzlich erſchöpft. Er empfand die Erſtarrung, welche auf großen Schmerz folgt und wiederum den Vorläufer eines großen Schmerzes bildet. Zuletzt war er allein, und ohne daß er ſich deſſen bewußt war, brachte ihn die Einſamkeit wieder zu ſich. Man muß nämlich beachten, daß die Gegen⸗ wart eines Andern, wenn ein Unglück uns im In⸗ nerſten berührt hat, die Verbindung zwiſchen Ge⸗ dächtniß und Herz zu hindern ſcheint. Entferne den Eindringling, und der erhobene Hammer fällt ſo⸗ gleich auf den Ambos! Maltravers ſprang auf als die Thür ſich hinter ſeinem Diener ſchloß und riß den Hut von ſeiner gerunzelten Stirn. Er ging einige Augenblicke auf und ab und die Luft des Zimmers, ſo kalt ſie auch war, erdrückte ihn.

Es gibt Augenblicke, worin der Pfeil in uns zit⸗ tert, worin jeder Raum uns zu eng erſcheint. Wie ein verwunderter Hirſch vermöchten wir dann auf ewig dahin zu eilen; wir hegen dann einen unbeſtimmten Wunſch zu entkommen, eine beinahe wahnſinnige Sehnſucht aus uns ſelbſt zu entfliehen; die Seele kämpft mit dem Körper, um ſich auf den Flügeln des Morgens hinwegzuſchwingen.

Zuletzt riß Maltravers ungeduldig ſein Fenſter auf; es führte auf einen Balkon, von welchem man eine weite Ausſicht über einen Theil des nahen Parks hatte. Er trat auf den Balkon und entblößte ſeine Brußi der ſcharfen Luft. Der unbehagliche und eiſige

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