Teil eines Werkes 
2. Bd. (1845)
Entstehung
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Himmel blickte auf den Reif am Graſe und auf die geſpenſterhaften Zweige entlaubter Bäume hernieder. Alle Dinge der äußeren Welt brachten ſeiner Seele den Gedanken an das Grab, an die Pauſe des Seins, an das Verwelken der Schönheit näher und näher. Bei der fuhlbaren, ſchneidenden Winterkälte ſchien der Tod ſelbſt ihn mit ſeinem Skelet und ſeinen freude⸗ loſen Armen zu umſchlingen. Als er ſo daſtand und müde war, gegen die bittern Leidenſchaften, die an ſeinem Herzen nagten, zu kämpfen und als er dieſen Leiden nachgab, vernahm er nicht den Klopfer an der Hausthür noch die Fußtritte auf der Treppe; er wußte nicht eher, daß ein Beſucher ſich in ſeinem Zimmer befand, als bis er eine Hand auf ſeiner Schulter fühlte; er wandte ſich um und erblickte das weiße, leichenfarbene Antlitz Caſtruccio Ceſarini's.

Die Nacht iſt ſchrecklich und die Stunde feier⸗ lich, Maltravers, ſagte der Italiener mit verdrehtem Lächeln;die Nacht und die Zeit iſt paſſend zu einer Unterredung mit Ihnen.

Hinweg, rief Maltravers mit zornigem Ton, ich habe keine Zeit zu ſolchem Comödiantenhervismus.

Nein, Sie ſollen mich bis zum Schluß anhören. Ich habe Ihre Ankunft überwacht; ich habe die Stunden gezählt, worin Sie bei ihr blieben; ich bin Ihnen in Ihre Wohnung gefolgt. Hegen Sie menſchliche Leidenſchaften, ſo muß die Menſchlichkeit ſelbſt in Ihnen ertrocknet ſein. Dem wilden Thiere in ſeiner Höhle zu begegnen, kann nicht furchtbarer ſein, wie Ihnen in dieſem Augenblick. Ich aber ſuche Sie auf und