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ver Schwelle. Sie hatte ſich unwillkürlich erhoben; ſo ſtanden Beide einander gegenüber und der Schein der Lampe fiel voll auf ihr Geſicht. O Himmel! wann wird dieſer Anblick das Herz des Maltravers zu quälen aufhören! wann wird dieſe veränderte Ge⸗ ſtalt nicht mehr als Geſpenſt vor ſeinen Augen er⸗ ſcheinen!— dort ſteht es, treu und anklagend ſowohl in der Einſamkeit, wie im Gedränge— er ſieht es in der Helle des Mittags— düſter und bleich geht es im Dunkel der Nacht zwiſchen Sternen und Erde vor ihm vorüber— es blickte in ſein Herz und ließ dort für immer ſein Ebenbild! Die Wangen, einſt ſo ſchön gerundet, waren jetzt eingeſunken und hohl; ein ſchwarzblauer Streifen zog ſich unter den Augen hin; die Lippe war bleich; ein ſcharfer, ängſtlicher, lebensmüder Ausdruck hatte den herrlichen und ſtrah⸗ lenden Blick erſetzt, in welchem einſt das Leben des Geiſtes und der ſüße Stolz der Weiblichkeit erglühte und worin nicht allein jegliches Vermögen der Seele, ſondern auch deren Unſterblichkeit ſichtbar ausgeſpro⸗ chen ſchien! Er ſtand da, erſchreckt und wie betäubt; zuletzt brach ein tiefer Seufzer aus ſeiner Bruſt her⸗ vor; er ſtürzte vorwärts, ſank auf ſeine Knie, um⸗ ſchloß ihre Hände und ſchluchzte laut, als er dieſe mit Küſſen bedeckte. Alles Eiſen ſeiner kräftigen Natur war gebrochen und ſeine lange niedergehalte⸗ nen Regungen, jetzt unwiderſtehlich und unbeherrſch⸗ bar, waren furchtbar anzuſchauen!
„Weinen Sie nicht ſo,“ murmelte Lady Florence, burch ſeine Heftigkeit erſchreckt;„ich habe mich furcht⸗


