Teil eines Werkes 
2. Bd. (1845)
Entstehung
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beſtimmte Hoffnung zu hegen)— an bem Abende befand ſie ſich ſchon im Fieberzuſtund. Der Regen und die Kälte reizten die im Innern ſchlummernde Krankheit; ihre Aufregung ertheilte ihr Nahrung und Feuer— Anfälle die Fieberwahnſinns traten ein— die Urzte hatten mit dem furchtbarſten und verhäng⸗ nißvollſten aller medieiniſchen Fehler, welcher dem Körper, wenn er gerade am meiſten der Kraft be⸗ darf, das Lebensprineip raubt, einigemale zu Ader gelaſſen und ſo eine augenblickliche Ruhe, aber eine bleibende und unheilbare Schwäche bewirkt. Die Schwindſucht ergriff ihr Opfer; ihre Arzte waren die erſten in London, und Lord Saringham hegte die feſte überzengung, es ſei keine Gefahr vorhanden. Seinem Charakter gemäß, kam er nicht auf den Ge⸗ danken, daß der Tod ſich bei Lady Florence viel heraus⸗ nehmen dürfe, da es doch ſo viele arme Leute in der Welt gebe, die es gar nicht unzweckmäßig ſei daraus zu entfernen. Allein Florence erkannte die Gefahr, und ihr hoher Muth erſchrack nicht vor derſelben. Als aber Ceſarini der Furchtharkeit ſeiner Gewiſſens⸗ biſſe unterlag, ihr einen Brief ſchrieb und ſeinen Antheil an dem verhängnißvollen Verrath geſtand, ob er gleich den ſeines Mitſchuldigen verhehlte— da, ach! empfand ſie wirklich Schmerz über ihr Schick⸗ ſal, und ſehnte ſich, noch einmal mit Blicken der Liebe und Freude auf die ſchöne Welt zu ſchauen. Allein die Krankheit des Körpers ruft gewöhnlich eine verborgene Kraft und Ruhe der Seele hervor, welche der Geſundheit unbekannt iſt; Gott hat in ſeiner

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