nicht ſorgfältig den Wechſel beobachtet, welchen die Zeit an ihr bewirkt hatte; vielleicht hegte er einige Furcht davor. Er blickte ſie jetzt mit neugieriger Theil⸗ nahme an. Valerie war noch immer außerordentlich ſchön, allein ihr Geſicht war ſchärfer, ihre Geſtalt magerer und eckiger geworden; in Augen und Lippen lag etwas Unzufriedenes, Raſtloſes, beinahe Zänki⸗ ſches; ſo iſt der gewöhnliche Geſichtsausdruck derer, welche zur Liebe geboren und zur Gleichgültigkeit ver⸗ urtheilt ſind. Die kleine Schweſter war noch mehr wie Valerie zu beneiden; mochte auch erfolgen was da wollte, ſie liebte ihren Gemahl wie er war; ihr Herz konnte einen Schmerz empfinden, ſtand aber nicht leer. Herr von Ventadour wankte bald auf Mal⸗ travers zu; ſeine Naſe war länger wie jemals.„Hm, hm— wie geht's— wie gehts?— Entzückt, Sie zu ſehen— Sie haben meine Frau ſchon geſehen— hm, hm, ich beargwohne...5
„Herr Maltravers, wollen Sie der Frau von Ven⸗ tadour Ihren Arm geben,“ ſagte Lord Doningvale,
als er auf das Speiſezimmer mit einer Herzogin an
dem ſeinigen hinſchritt.
„Haben Sie Neapel für immer verlaſſen?“ fragte Maltravers.
„Wir denken nicht an die Rückkehr.“
„Die Stadt war entzückend, wie ſehr gefiel ſie mir!— ich erinnere mich ihrer noch ganz wohl!“
Ernſt ſprach in ruhigem Ton; ſeine Vemerkung war nur eine allgemeine. Valerie ſeufzte leiſe. Während des Mahles war das Geſpräch zwiſchen
Maltravers und verlegen er war aus di Sie hatte E von ihm ſelb verſchencht. löſcht das fa glänzen die J lichen Saale; die Sterne ſo Himmel erbli Valerie. Aber die wahre ge
Maltrave ſeiner Geſühl Puls nicht ſc ſchlug, deren war; er war nicht länger m ſondern dieſel höheres Weſe
Ernſt bli Landſitz und siner größere


