Teil eines Werkes 
1. Bd. (1845)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

306

lag ein Heuſchober, und nahe bei dem Heuſchober befand ſich der Platz, welcher für den Sprung am zweckmäßigſten ſchien. Nun aber war ſeit der Zeit, wo der Bankier zuletzt dieſen Ort beſucht hatte, ein tiefer Graben zum Abtrocknen der Felder an der ent⸗ gegengeſetzten Seite der Hecke gezogen worden, wovon weder das Pferd, noch der Mann etwas wußte, ſo daß der Sprung gefährlicher war, wie der Reiter vermuthete. Dieſer ſetzte ſich in Galopp, ohne dieſes neue Hiuderniß zu ahnen. Er befand ſich hoch in der Luft, mit zurückgezogenen Schenkeln, loſe gehaltenen Zügeln, emporgehobener rechter Hand, als das Pferd vor einem Gegenſtand am Heuſchober ſcheu wurde, ſeitwärts ſprang, mitten in den Graben ſtürzte und den Reiter zwei oder drei Ellen über den Kopf ſchleu⸗ derte. Der Bankier ſtand ſchneller wieder auf den Beinen, wie man hätte erwarten ſollen; da er ſich geſund und unverſehrt fühlte, ob er gleich einige Beulen und einen gehörigen Schrecken bavon getragen hatte, ſo eilte er zu ſeinem Pferde. Das arme Thier war aber nicht ſo gut wie der Herr weggekommen; das Schulterblatt war verrenkt oder ſtark verſtaucht. Das Thier war aus dem Graben herausgekrochen und ſtand troſtlos an der Hecke, ſo lahm als einer der Bäume, welche in unregelmäßigen Zwiſchenräumen die Symmetrie der Barriere unterbrachen. Der Bankier wurde ernſtlich beſorgt, als er ſich von der Größe ſeines Unglücks überzeugt hatte. Der Regen wurde ſtirker er war noch mehre Meilen weit von Hauſe entfernt er befand ſich in der Mitte eines weiten