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vor beinahe acht Jahren getragen, als er die Barone von den Thoren Roms verjagte. Er hüllte ſich in den Panzer und ließ das Haupt unbedeckt, in ſeine Rechte nahm er dann von der Wand das große Ban⸗ ner Roms und ging wieder in den Saal zurück. Nie⸗ mand begegnete ihm. In dem ungeheueren Gebäude war, die Gefangenen und ein treues Herz ausgenom⸗ men, von deſſen Nähe er nichts wußte— der Se⸗ nator allein.
Heran kamen ſie, nicht mehr in geregelter Ord⸗ nung, wie Strom auf Strom— aus Gaſſen, aus Straßen, aus Paläſten und Hütten— die wüthende See neue Zuflüſſe erhielt. Heran kamen ſie— deren Leidenſchaften durch die große Zahl noch geſteigert wurden— Weiber und Männer, Kinder und bos⸗ hafte Alte— in all dem ſchrecklichen Ungeſtüm auf⸗ gereizter, losgelaſſener, ungehemmter phyſiſcher Stärke und viehiſcher Wuth:„Tod dem Verräther— Tod dem Tyrannen— Tod Ihm, der das Volk beſteuert hat!— Mora 1 traditore che ha fatta la gabella! — Mora!“ Dies war das Geſchrei des Volkes— dies das Verbrechen des Senators! Sie brachen über die niederen Palliſaden des Capitols herein— in einem plötzlichen ungeſtümen Anlaufe füllten ſie den weiten Raum, der— vor einem Augenblicke noch ſo leer— jetzt von menſchlichen Weſen net die nach Blut dürſteten!
Plötzlich entſtand ein tödtliches Schweigen, und auf dem Balkon oben ſtand Rienzi— ſein Haupt war entblößt und die Morgenſonne beſchien die erha⸗


