Teil eines Werkes 
2. Bd. (1845)
Entstehung
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wüthenden Pöbel zu unterliegen, wurbeſt Du aus ſo vielen Gefahren gerettet.

Ich glaube es, ſagte der Senator, und ſeine hohe Geſtalt ſchien mit der Größe ſeiner Seele zu wachſen.Ich werde noch triumphiren! Nie ſollen meine Feinde nie ſoll die Nachwelt ſagen, daß Rienzi zum zweitenmale Rom verließ! Horcht! Viva 1 Popolo! noch immer das Geſchrei des Volkes. Dieſes Geſchrei erſchreckt nur Tyrannen! Ich werde triumphiren und leben!

Und ich mit Dir! ſagte Nina feſt. Rienzi ſchwieg einen Augenblick, blickte ſein Weib an, drückte ſie leidenſchaftlich an ſein Herz, küßte ſie wieder und noch einmal und ſagte dann:Nina, ich befehle Dir Gehe!

Nie!

Er ſchwieg, ſein Blick fiel auf Irenens in Thränen gebadetes Antlitz.

Wir Alle wollen mit Dir untergehen, ſagte ſeine Schweſter;Ihr allein, Abrian, Ihr verlaßt uns.

Sei es ſo, ſagte der Ritter kummervoll;wir wollen Alle ſterben, und auf einmal ſtand er von allem weiteren Zureden ab.

Jetzt folgte eine tödtliche, aber kurze Pauſe, die nur durch das eonvulfiviſche Schluchzen Irenens unter⸗ brochen wurde. Furchtbar deutlich wurden die Fußtritte der raſenden Tauſende. Rienzi ſchien in Gedanken verloren dann erhob er ſein Haupt und ſagte ruhig:Ihr habt geſiegt ich gehe mit Euch ich ſuche nur dieſe Papiere zuſammen und folge dann.