Teil eines Werkes 
2. Bd. (1845)
Entstehung
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heute nicht der ſiebente Oktober? Ja! am fiebenten, wohlbemerkt, unterlagen meine Feinde meiner Macht! Sieben! meine Schickſalszahl, die entweder Gutes oder Böſes bedeutet! Sieben Monate regierte ich als Lribun ſieben* Jahre war ich als Verbannter abweſend; der morgende Tag, der mich ohne alle Feinde fieht, ſchließt die ſiebente Woche meiner Rück⸗ kehr!

Und ſieben war auch die Zahl der Kronen, womit die römiſchen Klöſter und der römiſche Rath Dich nach der Ceremonie beſchenkten, welche Dich mit der Würde des Santo Spirito bekleidete!** ſagte Nina und fügte dadurch mit weiblich zartem Witze die aller⸗ glänzendſte Erinnerung hinzu!

Anderen erſcheinen ſolche Gedanken Narrheiten, und vor der Philoſophie ſind ſie dies auch in der That, ſagte Rienzi;aber mein ganzes Leben lang haben ſich Vorbedeutungen, Zeichen und Vorbilder

Ein Jahr verſtrich zwiſchen der Freilaſſung Rienzi's in Avignon und ſeinem Triumpheinzuge in Rom; ein Jahr, das hauptſächlich der Feldzug von Albornoz ausfüllte.

Dieſer Aberglaube fand eine Entſchuldigung in einem ſeltſamen hiſtoriſchen Zuſammentreffen, und die Zahl ſieben war in der That für Rienzi, was für Cromwell der dritte Sep⸗ tember. Die Ceremonie mit den ſieben Kronen, die er nach ſeiner Ritterwürde empfing und hinſichtlich deren Beſchaffenheit viele neuere Schriftſteller eine lächerliche Unwiſſenheit an den Tag legten, war in Wirklichkeit hauptſächlich eine religiöſe und ſinn⸗ vildliche Begebung(die ſinnbildlich die Gaben des heiligen Geiſtes darſtellte), dargebracht von den Vorſtehern der Klöſter und der politiſche Theil der Ceremonie war republikaniſch, nicht königlich.