Teil eines Werkes 
2. Bd. (1845)
Entstehung
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räugten Gr betrat wieder den Platz des Capitols— er

ſeinem ſtand an der Löwentreppe; da war ein rother Flecken Jugend auf dem Pflaſter, noch nicht verwiſcht ſeit Montreals atte er Hinrichtung, und der Senator entfernte ſich mit inner⸗ em un⸗ lichem Schauder. War es das geiſterartige, geſpen⸗

as An⸗ ſtiſche Licht des Mondes, oder hatte das Geſicht des machte alten egyptiſchen Bildes einen lebendigen Ausdruck? etiſchen Die ſteinernen Augäpfel ſahen ihn mit boshaftem Hand in Blick an, und als er weiter ging und ſich umſah, em ufer ſchienen ſie unnatürlicherweiſe beinahe ſeine Schritte ind eine zu verfolgen. Ein Schauder, deſſen Urſache er ſich erwün⸗ nicht erklären konnte, ſenkte ſich in ſein Herz. Er jugent⸗ eilte, ſeinen Palaſt zu erreichen. Die Schildwachen Ruhm, machten ihm Platz.

Maiella,„Senator,“ ſagte eine derſelben hedenklich,„Meſ⸗ Rückkehr ſere Angelo Villani iſt unſer neuer Hauptmann— larheit wir ſollen ſeinen Befehlen gehorchen?“

einmal„Gewiß,“ antwortete der Senator im Weiter⸗ der Ge⸗ gehen. Der Mann zögerte unſchlüſſig, wie wenn er . Der gerne geſprochen hätte, aber Rienzi bemerkte es nicht. auf das Er ging nach ſeinem Zimmer und fand dort Nina

rümmer und Irene ſeiner harrend. Sein Herz ſehnte ſich nach

plötzlich ſeinem Weibe. Sorgen und Geſchäfte hatten ſie in 6 hre Gr⸗ urnerer Zeit aus ſeinen Gedanken verdrängt und er Angelo fühlte dies reuevoll, als er in ihr edles, von der

wanden Bekümmerniß unermüdlicher, ängſtlicher Liebe geſänf⸗ Trajan. tigtes Antlitz blickte. “dachte„Geliebte,“ ſagte er, indem er zärtlich ſeine Arme Morgen um ſie ſchlang,„Dein Mund tadelt mich nie, aber Dein Auge thut es bisweilen! Wir ſind gar zu lange