Teil eines Werkes 
2. Bd. (1845)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

meines Folonna un nicht ſchreibe, e Hoff⸗ die ich fühlte und ich Irene, auf und nir ver⸗

meinen warum machte vährend ſſelten? e Rache cht ſind Glücke, all dem nnigen te, als Augen

en Ge⸗

49 ſtändniſſe Deiner Liebe— bei unſerem erſten Kuſſe — bei unſerem letzten Lebewohl— ſchwöre ich, Dir treu zu ſein auf ewig. Kein anderes ſoll je Dein Bild aus meinem Herzen verdrängen. Und jetzt, wo die Hoffnung verloren ſcheint, wird die Treue doppelt heilig, und Du, meine Schöne, willſt Du meiner nicht gedenken? wirſt Du nicht fühlen, daß wir gleich⸗ ſam Verlobte des Himmels ſind? Die Legenden des Nordens erzählen uns von dem Ritter, der, als er aus dem heiligen Lande zurückkehrte, ſeine Geliebte (welche ihn todt glaubte) als die Braut des Himmels fand und ſich bei dem Kloſter, in dem ſie wohnte, eine Klauſe baute, und obgleich ſie einander nie mehr ſahen, waren doch ihre Seelen getreu bis in den Tod. Laß uns, Irene, auch ſo unſere Treue bewahren— todt für alles übrige— verlobt in der Erinnerung — um oben vermählt zu werden! Und doch, doch ehe ich ſchließe, dämmert mir noch eine Hoffnung. Die Laufbahn Deines Bruders, glänzend und erhaben, könnte doch nur ſein, wie eine Sternſchnuppe; ſollte Finſterniß ſie verſchlingen, ſollte ſeine Macht auf⸗ hören, ſollte ſein Thron zuſammenſtürzen und Rom ſeinen Tribun nicht mehr anerkennen, ſollteſt Du in dem Richter und Verderber meines Hauſes nicht länger einen Bruder haben, ſollteſt Du aus Pomp und Glanz herabgeſtürzt werden; ſollteſt Du ohne Freunde, ohne Verwandte allein ſtehen— dann kann ich ohne einen Makel für meine Ehre, ohne die gehäſſige Schmach, Macht und Glück aus Händen zu empfangen, die von dem Blute meines Geſchlechtes geröthet ſind, Dich„