Leibenſchaften eniflammt, fechtend wie ein Krieger für Freiheit, wie ein Monarch um ſeine Krone, er⸗ ſchien ſeine Kühnheit dem erſtaunten Feinde wie die eines Wahnſinnigen, ſeine Erhaltung die eines Be⸗ geiſterten; bald war er hier, bald dort; wo ſeine Macht wankte, oder die feindliche erlag, da glänzte ſein weißer Mantel, da erhob ſich ſeine blutige Streit⸗ axt; aber ſeine Wuth ſchien mehr gegen die An⸗ führer, als gegen die Maſſe gerichtet, und wohin ſein Streitroß ſich wandte, da hörte man ſeine Stimme, „Wo iſt ein Colonna?“—„Trotz den Orfini!“ „Spirito Santo, Cavaliers!“ Dreimal wurde ein Ausfall von dem Thore gemacht; dreimal wurden die
Römer zurückgeſchlagen und bei dem drittenmale wurde
das dem Tribun vorgetragene Banner durch und durch geſpalten. Hier ſchien er zum erſtenmale beſtürzt und beunruhigt, und indem er ſeine Augen zum Him⸗ mel erhob, rief er:„O Herr, haſt du mich denn verlaſſen?“ Damit faßte er neuen Muth, ſchwang noch einmal ſeine Waffe und führte ſeinen wilden Haufen wieder vorwärts.
Am Abende hörte die Schlacht auf. Der Stolz und der Uebermuth der Barone, welche der Haupt⸗ gegenſtand der Angriffe des Tribuns geweſen, waren gebrochen. Von dem fürſtlichen Hauſe der Colonna lagen drei Todte da. Giordano Orſini war tödtlich verwundet; der wilde Rinaldo hatte keinen Theil an dem Kampfe genommen. Von den Frangipani waren die ſtolzeſten Herren nicht mehr, und Luca, das feige Haupt der Savelli, hatte ſich längſt durch die Flucht
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