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37 den Leichnam ſtürzte das Volksheer heraus. Tauſende auf Tauſende rückten ſie heran; ein wilder, lärmen⸗ der, brauſender Strom. Sie ſtürzten ſich nach allen Seiten auf ihre Feinde, welche, in feſter Ordnung auf⸗ geſtellt und in vollkommener Rüſtung, den Angriff aushielten und brachen.
„Rache und Colonna!“—„Der Bär und vie
Orfini!“—„Menſchenliche und die Frangipani!““
—„Schlagt nach der Schlange““ und den Savelli!“ hörte man in den Lüften erſchallen, untermiſcht mit dem rauhen Gebrüll der Deutſchen:„Volle Beute und die drei Könige von Köln.“ Die Römer, mehr ungeſtüm, als disciplinirt, fielen haufenweiſe hinge⸗ ſchlachtet von den Reihen der Söldner; aber wo Einer fiel, rückte ein Anderer nach; und noch immer er⸗ tönte mit unverminderter Heftigkeit das Gegenge⸗ ſchrei:„Rom, der Tribun und das Volk!“— „Spirito Santo, Cavaliers!“ Durch ſein emblemati⸗ ſches Diadem und ſeinen kaiſerlichen Mantel jedem Speer und jedem Schwerte beſonders ausgeſetzt, führte der kühne Rienzi jeden Angriff an, eine ungeheure Streitart ſchwingend, in deren Gebrauch die Italie⸗ ner berühmt waren, und die er als eine National⸗ waffe anſah. Durch jeden dunkleren und ernſteren Trieb ſeiner Natur entzündet, ſein Blut erhitzt, ſeine
* Dieſe hatten ihr Motto von einem fabelhaften Vorfahren genommen, der in Zeiten der Hungersnoth ſein Brod mit einem Bettler gebrochen.
** Uebrigens war der Lowe das Thier, das die Savelli in ihrer heraldiſchen Eitelkeit ſich gewöhnlich anmaßten.


