Teil eines Werkes 
2. Bd. (1845)
Entstehung
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Geiſeln laſſen, vder find ſie, bei Gott, keine gefällige Ehemänner. So, Madame, ſich raſch gegen die Gattin Gianni Colonna's wendend,iſt Euer Gemahl nach Paleſtrina geflohen; der Eurige, Signora Orſini, nach Marino; der Eurige ebendahin, ſchöne Frau von Frangipani, ihr kamet hierher, um. Aber ihr ſeid unverletzlich und ſicher ſelbſt vor einem Worte.

Der Tribun hielt einen Augenblick inne und be⸗ mühte ſich ſichtlich, ſeine Aufregung zu bekämpfen, als er den Schrecken bemerkte, den er verurſacht ſein Blick ſtel auf Nina, die, ihren vorigen Arger vergeſſend, ihn mit ängſtlichem Staunen betrachtete. Ja, Mavame, ſagte er zu ihr,Ihr ſeid in der ſchönen Verſammlung vielleicht die Einzige, welche nicht weiß, daß die Edeln, welche ich neulich aus der Hand des Henkers rettete, ſich zum zweitenmal ver⸗ ſchworen haben. In der Stille der Nacht haben ſie ihre Heimath verlaſſen und ſchon rufen ſie die Herolde als Verräther und Rebellen aus. Rienzi vergibt nicht mehr!

Tribun,rief die Signora Frangipani, die mehr kühnes Blut in ihren Adern hatte, als ihr ganzes Haus,wäre ich von Deinem Geſchlechte, ich wollte die Worte Verräther und Rebell, die Du auf meinen Gemahl anwendeſt, Dir ſelbſt vorwerfen! Stolzer Mann, bald wird der Papſt dieſes Geſchäft über⸗ nehmen!

Euer Gemahl iſt mit einer Taube geſegnet, meine Schöne, ſagte der Tribun verächtlich.Damen, fürchtet

Bulwer, Rienzi. IM. 3