Teil eines Werkes 
2. Bd. (1845)
Entstehung
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gegen geweſen, ſein Rittergelübde in Anſpruch ge⸗ nommen wäre.

Wie ſo, Signora?

Es wäre für ihn angenehme Pflicht geweſen, Madame, der Verlaſſenen zu Hülfe zu kommen. Und die Signora blickte bedeutungsvoll nach dem noch immer am Boden liegenden Taſchentuche.

So war alſo dieſe Vernachläſſigung abſichtlich, Signora's, ſagte Nina, indem ſie ſich mit großer Majeſtät erhob.Ich weiß nicht, ob Euere Gatten eben ſo keck gegen den Tribun ſind; das aber weiß ich, daß die Gemahlin des Tribuns in Zukunft Euer Nichterſcheinen vergeben kann. Vor vier Jahrhun⸗ derten hätte ſich eine Frangipani wohl vor einer Ra⸗ ſelli gebeugt; heute dürfte die Gattin eines römiſchen Barons in der Frau des erſten Magiſtrates der Stadt wohl die Vornehmere erkennen. Ich nöthige Euch nicht zur Höflichkeit und ſuche auch dieſe gar nicht.

Wir ſind zu weit gegangen, flüſterte eine der Damen der neben ihr Sitzenden zu.Vielleicht ge⸗ lingt das Unternehmen nicht, und dann*

Die weitern Bemerkungen wurde durch das plöt⸗ liche Eintreten des Tribuns abgeſchnitten. Er kam

mit großer Haſt und auf ſeiner Stirne war das fin⸗ ſtere Runzeln, das Niemand ohne Bangigkeit ſah.

Wie, ſchöne Frauen! ſagte er, indem er mit raſchem Blicke ſich in dem Zimmer umſah,Ihr habt uns noch nicht verlaſſen? Bei dem heiligen Kreuz⸗ Eure Gemahle ſetzen in unſere Ehrenhaftigkeit ein großes Vertrauen, daß ſie uns ſolche liebenswürdig

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