n Wände, Saal ge⸗
Ihr habt Euch ver⸗ ade üben. nen mäch⸗ er Himmel zolksthron geiſtigen g gehalten ſen Macht elegt hat! ebt, deſſen ſſen Leben die Seelen it Schwer⸗ das Fehl⸗ efahr, in ren Groll ie Freiheit ein edleres inner, ge⸗ berühmtem e Stadt zu zu xflegen theidigen en Erſten, uer Opfet ure Sach
17
wurde unterſucht— Euer Urtheil iſt gefällt. Erneuert Euern Eid, alle Feindſeligkeiten, öffentlich oder ge⸗ heim, gegen die Regierung und die obrigkeitlichen Per⸗ ſonen von Rom zu vermeiden, ſo ſeid Ihr begnadigt — ſeid Ihr frei!“
Erſtaunt, verwirrt, beugten die Barone mechaniſch die Knie; die Mönche, welche ihre Beichte gehört, ſagten ihnen den verlangten Eid vor, und während ſie mit bleichen Lippen die feierlichen Worte ſtam⸗ melten, hörten ſie die Menge unten ungeſtüm ihr Blut fordern.
Nachdem dieſe Ceremonie vorüber war, begab ſich der Tribun in den Bankettſaal, der zu einem Balkon führte, von wo aus er gewöhnlich zu dem Volke ſprach, und nie vielleicht war ſeine wunderbare Herrſchaft über die Leidenſchaften ſeiner Zuhörer(ad persua- dendum efficax dictator, quoque dulcis ad lepi- dus*) in höherem Grade erforderlich oder glänzender dargethan, als an dieſem Tage; denn die Wuth des Volkes war aufs Höchſte geſtiegen, und es dauerte lange, ehe es ihm gelang, ſie zu dämpfen. Gleich⸗ wohl waren noch ehe er ſchloß alle Wogen der wilden See beruhigt.— Noch einmal ſprach der Redner an derſelben Stelle für ein Leben, edler als die, welche er jetzt rettete— aber ungehört und vergebens.
Sobald der Tribun den günſtigen Augenblick er⸗ kannte, wurden die Barone auf den Balkon geführt: in Gegenwart von Tauſenden von athemloſen Zuhö⸗ rern verpflichteten ſie ſich feierlich zum Schutze des
* Petrarka über Rienzi.


