„Dies, Tribun, war meine Behauptung, ob⸗ gleich der Rath anders entſchieden hat.“
„Hört das Geſchrei des Volkes; Ihr könnt ſei⸗ nem biederen Grimm nicht wehren,“ ſagte der De⸗ magog Baroneelli.
Viele unter der Verſammlung murmelten Beifall.
„Freunde,“ ſagte der Tribun mit feierlicher und ernſter Miene,„laßt die Nachwelt nicht ſagen, die Freiheit ſei blutdürſtig; ahmen wir einmal das Bei⸗ ſpiel der Barmherzigkeit unſeres Erlöſers nach! Wir haben geſiegt— laßt uns verzeihen; wir ſind ge⸗ rettet— laßt uns vergeben!“
Die Worte des Tribuns wurden von Pandulpho und Anderen unterſtützt, derer Politik milder und gemäßigter war; und nach einer kurzen, aber leb⸗ haften Frörterung behielt der Einfluß Rienzi's die Oberhand, und das Todesurtheil wurde, obwohl mit einer geringen Stimmenmehrheit, zurückgenommen.
„Und jetzt,“ ſagte Rienzi,„laßt uns mehr, als gerecht, laßt uns edelmüthig ſein. Sprecht— und zwar unerſchrocken. Glaubt Einer von Euch, daß ich allzuſtreng, allzuſtolz gegen dieſe widerſpänſtige Gemüther war?— Ich leſe die Antwort auf Eurer Stirne!— Ich war es! Glaubt Einer von Euch, dieſer mein Fehler habe ſie zu dieſer ſchwarzen Rache veran⸗ laßt? Glaubt Einer von Euch, ſie haben, wie wir, eine menſchliche Natur,— ſie haben ein Gefühl für Güte, ſie laſſen ſich durch Edelmuth beſänftigen,— ſie ſeien durch eine Rache zu zähmen und zu entwaffnen, wie ſie das Chriſtenthum edeln Feinden vorſchreibt?“
„Ich Pauſe,„ wenn Ih ſchen beg dem Lebe
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celli raſch
Rienz
„Wer ſo wäre Wuth det


