„Dennoch verzeiht mir, Tribun,“ ſagte Stephan, „wenn ich von der höfiſchen Entſcheidung unſeres Freundes abweiche und mit aller ſchuldigen Ehrfurcht der Anſicht bin, ſogar die grobe Sarſche eines Mön⸗ ches“, das Symbol der Beſcheidenheit, würde Dir beſſer ſtehen, als dieſer übertriebene Pomp, das Symbol des Stolzes!“ Bei dieſen Worten faßte er die weiten, faltigen, mit Goldfranſen beſetzten Armel an dem Purpurkleide des Tribuns.
„Stille, Vater!“ ſagte Gianni, Colonna's Sohn, erblaſſend über die nicht hervorgerufene Derbheit und die gefährliche Offenherzigkeit des Alten.
„Nun, es liegt nichts varan,“ ſagte der Tribun mit erkünſtelter Gleichgültigkeit, obgleich ſeine Lippe zitterte und ſein Auge Feuer ſprühte; dann begann er nach einer Pauſe mit tückiſchem Lächeln wieder: „Wenn der Herr Colonna die Sarſche der Mönche liebt, ſo kann er noch genug davon ſehen, ehe wir uns trennen. Und nun, mein Herr Savelli, zu meiner Frage, auf die ich Euch wohl zu achten bitte, denn ſie nimmt all Euern Witz in Anſpruch. Iſt es für den Regenten eines Staates beſſer, wenn er all⸗ zu nachſichtig, oder wenn er allzu gerecht iſt? Schöpft Athem zu der Antwort; Ihr ſeht übel aus— Ihr werdet blaß— Ihr zittert— Ihr bedeckt Euer Ant⸗ litz! Verräther und Mörder, Euer Gewiſſen verräth „„Vestimenta da Bizoco,“ war der von Colonna ge⸗ brauchte Ausdruck, den er von gewiſſen Ketzern(Bizoechi) ent⸗ lehnte, welche ſich den Anſchein der ſtrengſten Lebensart gaben;
ſpäter wurde derſelbe zum Sprüchworte.— Man ſehe die Er⸗ klärungen von Zeſerino Re, in Vit. di Cola di Rienzi.
Euch! 2 Hülfe u
„Ne ſini und wir wen
rann!“ Er denn ar führte 1 Bruſt; glitt abe tete den „Bit daß ich zer nöth habt mit Euch.“ Bei plötzlich auf und


